Schuldnerbetreuung Ingolstadt e.V.
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ANERKANNT VON DER REGIERUNG OBERBAYERN ALS GEEIGNETE BERATUNGSSTELLE.

Neu im Insolvenzverfahren:


Mit Inkrafttreten der Novellierung der InsO zum 1.12.2001 können nun auch diejenigen Schuldner, denen bisher die Teilnahme am Verfahren mangels finanzieller Mittel verwehrt war, das Verbraucher-Insolvenzverfahren durchlaufen.


Dies heisst nun aber nicht, dass das Verfahren für diese Zielgruppe kostenlos ist, die anfallenden Verfahrenskosten werden lediglich bis zur Erteilung der Restschuldbefreiung gestundet, müssen anschließend aber bezahlt werden.


Die Kostenstundung muß im Antrag ausdrücklich gesondert beantragt werden!

Der Weg zur Entschuldung. Wir begleiten Sie.

Kann der Schuldner die Kosten danach trotzdem nicht aufbringen, so kann das Gericht
die Stundung verlängern und ihm die Möglichkeit der Ratenzahlung nach den Regeln der
Prozeßkostenhilfe einräumen, längstens jedoch für 48 Monate.

Was bis dahin nicht bezahlt werden konnte, muss nicht mehr zurückbezahlt werden.

In der Praxis sieht es allerdings so aus, dass die vom Schuldner an den Treuhänder
abgeführten pfändbaren Beträge zunächst zur Deckung der Verfahrenskosten
herangezogen werden und danach erst, wenn die gestundeten Verfahrenskosten
erbracht worden sind, an die Gläubiger abgeführt werden.

Neu:

Einschränkung des persönlichen Anwendungsbereichs des Verbraucherinsolvenzverfahrens
Aktive Kleingewerbetreibende dürfen künftig nicht mehr ins Verbraucherinsolvenzverfahren,
sondern müssen das Regelinsolvenzverfahren beantragen.

Ehemalige Kleingewerbetreibende dürfen nur noch dann ins Verbraucherinsolvenzverfahren,
wenn ihre Vermögensverhältnisse überschaubar sind d.h. sie weniger als 20 Gläubiger haben,
wobei keine Schulden aus Arbeitsverhältnissen (z.B. Lohnforderungen,
nicht abgeführte Sozialversicherungsbeiträge, Berufsgenossenschaftsbeiträge etc.)
bestehen dürfen.
Schritt 5 + 6 Privatinsolvenz